Ivan Hristov


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Ich bin 1978 in einem Dorf in der Nähe von Russe geboren. Schon als Kind fühlte ich mich sehr zur Kunst hingezogen, da es für mich ein Weg war vor der Realität zu flüchten.  1991 nahm ich an einem Theaterstück in der Schule teil. Ich hatte Frauenkleider an und brachte das Publikum ständig zum lachen. Das brachte meine Lehrerin zum nachdenken und sie schickte mich in eine Theaterklasse nach Grabrovo. Dort habe ich Menschen getroffen, die mir sehr viele Jahre des Lesens und des Suchens nach dem geistigen Weg  erspart haben. Ich machte bei jeder Theateraufführung der Schule mit, veröffentlichte Gedichte in den Zeitungen der Stadt, sang bei einem Chor, hörte Jazz und spielte Hirtenflöte. Das war meine romantischste Zeit.

Im Jahre 1996 wurde mein Name in dem Ehrenbuch von Gabrovo eingetragen „für den besonderen Einfluss auf das geistige Bild der Stadt“. Ich ging nach Sofia und studierte Bulgaristik, aber der Kontakt mit dem Publikum fehlte mir und 1998, zusammen mit dem Japaner Shindji Ivasaki (Tambura) gründete ich die Ethnoband „Die Paläontologen“. 2001 nahmen wir das Album der Band auf und nannten es „Ein Versuch nicht zu vergessen“. Im gleichen Jahr erschien mein erstes Buch „Leb wohl, 19. Jahrhundert“, das den ersten Preis für Debutliteratur „Südfrühling“ (Juzhna prolet) bekam. Das gab mir ein zusätzliche Motivation mich mehr mit Literatur zu beschäftigen.

Im Jahre 2003 musste ich zur Armee. Ich war in dem Dorf Schtraklevo stationiert. Hier war ich ein einfacher Wächter, doch keiner ahnte, dass während ich Tag für Tag im Kreis lief, mir die Idee für mein zweites Buch  (“Bdin“) gekommen war. Im gleichen Jahr verliess ich die Armee. 2004 war das Buch schon auf dem Markt und genoss ein grosses Interesse der Literaturkritik. Um die Zeit begannen wir mit dem Dichter Petar Tschouchov zu musizieren, wenig später kamen auch Angela Rodel und Emanuil A. Vidinski dazu. So entstand die Band „Gologan“.

Meine persönliche Evolution verlief von Jazz zu Ethno und festigte sich endgültig in der Rockmusik. Ich weiss nicht, in wie fern das von der Zeit bei der bulgarischen Armee beinflusst worden ist. 2005  erschien das Album „Ein Versuch nicht zu vergessen“ im Verlag „Stigmati“. Zur Zeit nimmt Gologan an verschiedene literarisch-musikalischen Perfomances, Lesungen und Konzerte, bei denen die weiblichen Fans sich die Haare raufen und ihre T-Shirts zerreißen, teil.

Mehr über mich kann man hier erfahren: http://liteos.de/ivan_hristov

 


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Gologan © 2006. letzte Aenderung: 26 Juli 2006