Petar Tchouhov


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Hallo.
Ich werde versuchen eine übersichtliche und nicht so langweilige Autobiografie zu schreiben.

Also:
Ich bin am 23. 06. 1961 in Sofia geboren.

Ich habe das 15-Gymnasium beendet. Es befindet sich in dem Viertel „Nadezhda“ (Hoffnung), dort habe ich bei meinen Großeltern gewohnt.

2 Jahre und 11 Tage musste ich in Karlovo verbringen, dort trug ich die nicht so bequeme Uniform der bulgarischen Armee (damals noch Volksarmee). Ich habe damals allerdings nicht nur meine Zeit vergeudet in dem ich die Hügel und Berge erstürmte, sondern lernte ein paar, der für mein Leben wichtigsten Menschen kennen und begann in der Rockband der militärischen Einheit, in der ich stationiert war, zu spielen. Der Band gaben wir den ungewöhnlichen Namen „Endlosigkeit“. Als Soldat kam auch meine erste literarische Veröffentlichung – wahrscheinlich werde ich damit meinen Nachfolgern in Erinnerung bleiben – das Gedicht „In der Grabstätte Lenins“, welches in der Zeitung „Volksarmee“ (wie sie vermuten können heisst sie heute „Bulgarische Armee“) gedruckt wurde, raus.
Nach meiner Zeit in der Armee, studierte ich Bibliothekswissenschaft und zu meiner eigenen Überraschung beendete ich das Studium auch.

Dann, mit Ventzi Drenikov, mit dem ich schon bei der Armee zusammengespielt hatte, gründeten wir die Band „Subdibula“. Ein paar Jahre lang waren wir die Band der Sofioter Universität, was uns dazu trieb etwas intellektueller zu sein und mich persönlich dazu brachte Soziologie zu studieren. Das tat ich dann besonders lange und ausführlich – mein Diplom bekam ich 10 Jahre später, was, wie sie wahrscheinlich sagen werden, nicht so schlimm ist. In der Zwischenzeit veranstalteten wir mehrere Konzerte in Sofia in ganz Bulgarien und sogar im Aussland – einmal im Prag und einmal in Kiev. Mit „Subdibula“ veröffentlichten wir auch eine Schallplatte in der Reihe „BG Rock“ (zusammen mit der Band „Orion“, jeder bekam eine Seite der Platte), dann folgten ein paar Alben. Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, besucht die meiner Meinung nach sehr gelungene Website der Band – http://www.subdibula.com. Was ich noch sagen kann ist, daß diese Zeit in meinem Leben ein der wertvollsten war und mich tief geprägt hat.

Ich habe auch mit „Stenli“ gespielt – wenn Ihr das Album „Der Weg zum Tempel“ (Patja kum hrama) schon mal gehört habt, dort hatte ich das Glück auch mitzumischen. Ich habe auch ein Paar Texte aus späteren Zeiten für ihn geschrieben (Trans, Kalte Blume, Kinder unter den Sternen).

So, jetzt zu meinen literarischen Tätigkeiten.
Nach der schon erwähnten Veröffentlichung in der Armee wartete ich lange und wartete und wartete auf die grosse Anerkennung aber, seltsam, sie kam nicht. Und dann entschloss ich mich selber etwas zu unternehmen.
1993 fing ich an in so vielen literarischen und anderen Zeitungen und Zeitschriften wie nur möglich zu veröffentlichen. So nebenbei schaffte ich es ein paar Bücher rauszubringen – „Der Garten der schwachen Realität“ (1995), „Runi“ (1998), „Pedro’s Maulesel“ (1999), „Provinz“ (2000), „Kleine Tage“ (2002), „Schneemänner“ (2003) und „Eher nie“ (2004).
Dafür habe ich auch ein paar Preise eingesammelt, einige davon sind – Der Förderpreis für den neuen bulgarischen Roman „Entwicklung“ (2003), Der grosse Preis beim Ersten Wettbewerb für sms-Poesie (2004), Der Slavejkov-Preis (2005).

Ich beteiligte und beteilige mich noch immer an vielen literarischen Ereignissen, Performances, workshops und an vielen anderen Gegebenheiten, die das Ziel haben Literatur zu verbreiten und zu populariesieren (z.B. war ich Teilnehmer im Projekt des „British Concil“ – „Literatur in Taten“ (2002), in einem Seminar für kreatives Schreiben, in dem Projekt „Litornee“ u.a.)

Ich bin Autor und Moderator eines Projekts für dichterische Zweikämpfe (seit November 2005), das monatlich im Ramen der Zeitschrift „Altera“ stattfindet.

Seit 2005 bin ich Vorsitzender des Klubs „Damaskin“.

Im Juli 2006 hatte ich die Möglichkeit das Fach „Kurze literarische Formen“ in der Sommerschule der Neuen Bulgarischen Universität (Sofia) zu unterrichten.
Seit August 2005 (in Zusammenarbeit mit der Dichterin und Malerin Maritza Kolcheva) führe ich eine Komikserie für aktuelle Satire in der Zeitung „Trud“.

Ich schreibe auch Haiku und veröffentliche in einigen der renomiertesten Online- und Printausgaben in der ganzen Welt - Haiku Presence /England/, Frogpond /USA/, Ginyu /Japan/, World Haiku /Japan/, Mainichi Daily News /Japan/, Full Moon /USA/, Simply Haiku /USA/, Roadrunner /USA/, Haikuworld /USA/, tinywords /USA/ u. a.

Meine Texte sind Teil vieler Anthologien in Bulgarien und im Ausland. Sie sind auch in verschiedenen Sprachen erschienen - englisch, französisch, deutsch, japanisch, russisch, tschechisch, ungarisch, serbisch, kroatisch, slovenisch, mazedonisch. Ich bin Mitglied der „Vereinigung der bulgarischen Schriftsteller“, des „Bulgarischen Haiku-Klubs“, des „Haiku-Klubs Sofia“, der „Weltassoziation für Haiku“ und von „Musikautor“.

Ich hoffe ich bin nicht langweilig geworden. Wenn Sie jedoch Fragen an mich haben, dann schreiben Sie doch bitte an petargologan.net und ich werde versuchen Ihre Fragen zu beantworten.
So, dann sage ich Tschüss fürs Erste und wünsche einen angenehmen Tag, eine schöne Woche oder was sonst so vor der Tür steht.


Poesie von Petar Tchouhov

 


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Gologan © 2006. letzte Aenderung: 27 November 2006